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Stärken und Schwächen -

Die gefürchtete Frage im Vorstellungsgespräch

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Die Standardfrage bei jedem Vorstellungsgespräch, ob nun direkt gestellt oder versteckt, ist die Frage nach den Stärken und Schwächen. Und dann stellen wir uns immer die große Frage: Was soll ich nur antworten? Es ist also gut, wenn du dir im Vorfeld schon einmal Gedanken dazu machst.

Unsere Stärken herauszufinden fällt uns meistens leichter, doch auch hier gibt es einiges zu beachten. Zum Einem solltest du nicht einfache Standardantworten nennen, weil du denkst das der Arbeitnehmer genau das hören will. Überlege dir stattdessen welche Stärken du hast und sammle Beispiele, wo sie sich zeigen. Dadurch wirkst du glaubwürdig und authentisch. Wenn du also besonders teamfähig bist, weil du schon seit deiner Kindheit im Sportverein teilnimmst, dann erzähle das ruhig auch dazu.
Jeder möchte bei seinem Bewerbungsgespräch natürlich gut dastehen und nichts Schlechtes über sich erzählen, aber auf die Frage nach den Schwächen zu antworten: „Schwächen? Ich habe keine Schwächen.“, ist keine gute Idee. Hier ist der Trick an der Sache, Schwächen oder kleine Fehler so darzustellen, dass sie positiv erscheinen und du an ihnen arbeitest. Du solltest auf jeden Fall ehrlich dabei sein. Mit einfachen Floskeln ist dir nicht weiter geholfen, also vermeide Aussagen wie:

  • „Ich bin Perfektionist“
  • „Ich bin zu detailverliebt“

Überlege dir, was für Schwächen du eigentlich hast. Hierfür kannst du deine Familie und Freunde um Hilfe bitten. Sammle deine eigenen Gedanken und die der Anderen zusammen und schreibe sie auf.

Als nächstes solltest du die Schwächen auswählen, die kein Ausschlusskriterium für deinen Arbeitgeber wären. Dafür solltest du herausfinden, welche Anforderungen für deinen ausgewählten Beruf erforderlich sind. Streiche also alle Punkte von der Liste, die in diesen Bereich fallen.
Nun kannst du Schwächen von deiner Liste auswählen (in der Regel reicht es aus, zwei Schwächen nennen zu können). Wichtig ist, dass du zwar echte Schwächen von dir nennst, gleichzeitig aber hinzufügst, was du dagegen unternimmst. Hier ein paar Beispiele:

  • „Wenn ich vor einer größeren Gruppe sprechen soll, werde ich oftmals sehr nervös. Aber ich bereite mich gut vor und übe den Vortrag im Voraus, so dass ich mehr Sicherheit habe.“
  • „Mir fällt es manchmal schwer den Überblick zu behalten, deswegen schreibe ich mir mittlerweile alles auf und mache mir Erinnerungen. Das hilft mir wirklich sehr und ich arbeite strukturierter.“

Unternehmen versuchen oft die Frage nach den Stärken und Schwächen versteckter zu formulieren, um nicht direkt danach Fragen zu müssen. Bei folgenden Formulierungen sollten dir also die Ohren klingeln.

  • Was sagen ihre Freunde ist Ihr größtes Talent/ Manko?
  • Wenn Sie eine Sache an sich ändern könnten, was wäre es?