Karriere-News und Tipps für Bewerber

Heimarbeit -

Fluch oder Segen?

Heimarbeit.jpg

Von zu Hause aus arbeiten, auch Heimarbeit genannt, stellen wir uns im ersten Moment sehr angenehm vor. Alleine der fehlende Arbeitsweg: Endlich ist Schluss mit nervigem Verkehr, lästigem Pendeln und den dazugehörigen Kosten. Dadurch bleibt auch mehr Zeit für Hobbys und Privates. Außerdem kann die Arbeitszeit eingeteilt werden, wie es einem gerade passt.

Aber was genau kann man sich unter Heimarbeit vorstellen? Allgemein gilt: Wer in der eigenen Wohnung im Auftrag eines Gewerbetreibenden arbeitet, ist Heimarbeiter. Das schließt auch Berufstätige im Home Office und Freelancer (freie Mitarbeiter) mit ein.

Achtung: Welche Ausschreibungen sind glaubwürdig?

Bei der Auswahl des Jobs ist jedoch Vorsicht geboten – denn nicht alle Angebote sind seriös.

Ausschreibungen für Callcenter Agenten zählen zum Beispiel meist zu den aufrichtigen Angeboten. Außerdem beliebt ist auch der Job des Produkttesters, obwohl das Gehalt oft nicht sehr hoch ist. Dafür ist die Arbeit auch für Anfänger geeignet und die Produkte dürfen nach dem Testen häufig behalten werden. Zu weiteren seriösen Jobangeboten gehören beispielsweise Datenerfasser, Teilnehmer von Online-Umfragen und Influencer.

Trotzdem verbinden die meisten Menschen Heimarbeit noch immer mit Jobangeboten wie die Kugelschreibermontage, das Packen von Wundertüten oder das Kopieren und Brennen von CDs. Angebote dieser Art sind übermäßig unseriös und  meist mit unterbezahlter und unqualifizierter Arbeit verbunden. Die Anbieter wollen so von billigen Arbeitskräften profitieren und machen oft unrealistische Versprechen, die sie nicht halten können.

So erkennt man unseriöse Angebote

Um einen Bogen um unseriöse Stellenangebote zu machen, ist es hilfreich, im Internet das Unternehmen und den eventuellen Ansprechpartner zu recherchieren. Außerdem sollte die Website des Anbieters geprüft werden, sofern eine solche vorhanden ist.

 Folgende Anhaltspunkte weisen auf unseriöse Arbeit hin:

  • Der Heimarbeiter soll für etwas mit Vorkasse zahlen
  • In der Stellenausschreibung steht keine Jobbeschreibung
  • Der Anbieter wirbt mit Prüfsiegeln, die es nicht wirklich gibt
  • Der Anbieter ist nur per Mobiltelefon erreichbar
  • Im Impressum der Website werden keine Ansprechpartner genannt
  • Eine vollständige Firmenbezeichnung und Adresse fehlt
  • Der Anbieter ist der Verbraucherzentrale bereits einschlägig bekannt
  • Die Stellenausschreibung wirbt mit hohem Gehalt bei unqualifizierter Arbeit
  • Herstellung normalerweise maschinell hergestellter Produkte

Fazit

Die Heimarbeit ist seit langer Zeit durch einen schlechten Ruf geprägt. Nicht ohne Grund, findet man doch noch immer eine Vielzahl an unseriösen Angeboten. Trotzdem gibt es einige ernst zu nehmende Angebote, aus denen Interessenten wählen können. Wer auf der Suche nach einer Heimarbeit ist, sollte vorsichtig bei der Auswahl vorgehen; dann steht einer erfolgreichen Karriere von zu Hause aus nichts mehr im Wege.